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Die Samaria Schlucht
Erst einmal die Daten und Fakten:

Die Samaria ist mit 18km Länge die längste Schlucht Europas. Beim Durchgang der Schlucht sind 1236 Höhenmeter zu überwinden. Der Eingang der Schlucht befindet sich auf der Omalos Hochebene. Der Einstieg in die Schlucht erfolgt über die "Xiloskalo" eine 4km lange Holz- Natursteintreppe, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Hirten gebaut wurde. Die reine Gehzeit beträgt laut mehreren Bücherquellen 5- 6 Stunden. Aus eigener Erfahrung sollte man jedoch mehr einplanen. Vom Eingang bis zum Ausgang der Schlucht werden vier Vegetationszonen durchwandert. Von den etwa 400 Pflanzenarten der Schlucht sind 70 endemisch auf Kreta. Einige von ihnen sind sogar auf sie Schlucht und ihre Umgebung beschränkt. Auch die kretische Wildziege Kri-Kri oder auch Agrimi lebt nur noch in und in der Umgebung der Schlucht. Seit 1962 ist die Schlucht ein Nationalpark. Die Bewohner des Dorfes Samaria (ca in der Mitte der Schlucht) wurden 1962 ausgesiedelt. In der Nähe des alten Dorfes steht der Namensgeber der Schlucht- die kleine, 1379 erbaute, Kapelle "Osia Maria" In der Schlucht entspringen 22 Quellen. Wegen des Großen Wasseraufkommens ist die Schlucht nur vom 1. Mai bis 15. Oktober begehbar. Die Öffnungszeit bis Ende Oktober ist witterungsabhängig. Die Schlucht ist täglich von 6-16.00 Uhr geöffnet. Ab 16 Uhr dürfen nur noch zwei Kilomer in die Schlucht gegangen werden. Von Agia Ruomell fahren täglich Bote nach Chora Sfakion. Das Letzte allerdings 17.00 Uhr.

So, und nun zum Wandern

Für Individualtouristen empfielt sich die Eigene Anreise mit Linienbus bis Omalos, und den Rest laufen , mit dem PKW oder Taxi.

Am Eingang der Schlucht befindet sich eine Taverne, in der man Wasser und Wegzehrung zu vernünftigen Preisen kaufen kann.

Der Eintritt zur Schlucht kostet 6€. Die Eintrittskarten müssen am Ausgang wieder abgegeben werden. Sie dienen zur Kontrolle, das niemand in der Schlucht verloren geht (durch Absturz oder sonstiges).

Als Durchgangszeit sollte man 6-7 Stunden rechnen. Es gibt einige beeindruckende Streckenabschnitte, die man unbedingt länger geniessen sollte. Dazu gehören unter anderem die atemberaubenden Panoramen, Kräuterwälder in denen Oregano, Basilikum und Thymian wild wachsen und einfach nur irre gut riechen, die riesigen Steine im Flussbett, die jedes Jahr durch die Wassermassen bewegt werden und natürlich die Ausschau nach dem Kri-Kri. Ausserdem gibt langsames Gehen nicht so dollen Muskelkater. Vor dem Treppenabstieg sollte man sich die Beinmuskeln aufwärmen. Wir waren schon zwei mal in der Samaria und konnten uns jedesmal vier Tage nicht bewegen. Die Wirbelsäule ist einfach nur steif und die Beine wollen auch nicht so richtig vorwärts kommen.

Wasser sollte man nicht so viel mitnehmen. Die Flaschen können nach zwei Kilometern schon mit frischem Quellwasser aufgefüllt werden- schmeckt wirklich gut. Mittlerweile stehen auch schon alle vier Kilometer Toilettenhäuschen für die Notdurf. Im Quellwasser der Schlucht darf man nicht baden. Das Wasser wird in Agia Roumelli als Trinkwasser benutzt. Lange, dicke, schwarze Schläuche hängen an den Schluchtwänden. Das sind Wasserschläuche in denen das abgezapfte Quellwasser läuft.

Sollte man sich in der Schlucht so verletzen, das man nicht weitergehen kann, stehen auf den Rastplätzen "Rettungsesel" zur Verfügung. Die Verletzten werden dann "ausgeritten".

Imbißbuden gabs in diesem Jahr noch nicht- hat sich vielleicht auch schon geändert.

Für die Lauffaulen, Familien mit kleinen Kindern und ältere Leute empfielt sich die sogenannte Lasy- Tour ab Agia Roumelli. Man geht vom eigentlichen Ausgang fast ebenerdig bis zur schmalsten Stelle der Schlucht. An den sogenannten Portes (Pforten) stehen die 400m hohen Bergwände nur wenige Meter auseinander. In Hochzeiten kann es da auch schon mal zum Touristenstau kommen.

In Agia Roumelli liegen die Fähren im Hafen. Sie fahren täglich mehrmals- aber 17.00 Uhr zum letzten Mal! Sollte man diese Zeit verpassen, kann man auch im Ort übernachten. Das Dorf besteht aus Tavernen und Pensionen und ist nur in der Saison bewohnt. Das absolute Highlight ist der neugebaute Hubschrauber Landeplatz (wahrscheinlich für Rettungszwecke). Die Tickets für die Fähre bekommt man in einem kleinen Eckladen an der Hauptstraße zum Hafen.

Nun denkt Ihr bestimmt: Son Haufen Text und keine Bilder- Irrtum hier kommen die Bilder.

Übersicht Sommer 2004