Informatives
Reisetagebuch
Fotos
Literatur
Links




Agia Irini
Nach dem wir am Vortag beschlossen haben, durch die überall als ach so einfach und kinderleicht beschriebene Agia Irini Schlucht zu wandern, waren wir gegen Mittag am Eingang der Schlucht. Das Auto liessen wir am Ausgang der Schlucht stehen und nahmen uns für 20 EUR (Verhandlungssache) ein Taxi zum Eingang.

TIP: Hinter dem Ort Moni, von Sougia kommend, geht rechts eine kleine gepflasterte, nicht ausgeschilderte Strasse nach Kambanos. Diese Abkürzung spart mindestens zwanzig Kilometer durch die Berge.

Am Eigang der Schlucht steht eine Kantina, in der es zu Essen, Trinken und eine kleine sehr gute Broschüre zur Schlucht und zur näheren Umgebung von Sougia / Paleochara gibt.

Der Einstieg zur Schlucht ist einfach und leicht zu gehen. Am eigentlichen Eingang der Schlucht muss man schon zum ersten Mal über Felsen steigen. Viele ältere Leute drehen hier schon um und bald verstehen wir auch, warum sie das tun. Der Weg besteht aus sehr grobem, rutschigem „Rollsplit“, Berg auf und Berg ab über rutschige Sandwege und teilweise auch durch das Flussbett. Stellenweise muss man sich den Weg suchen, da Steinmännchen und rote Punkte fehlen. Das Flussbett besteht aus bis zu 5 m hohen Felsbrocken und losen grösseren Steinen.

Einstieg Agia Irini
ausgehölter Baum Agia Irini

Man läuft angenehm viel im Schatten, durch Baumbestand oder durch hunderte von Meter hohe Felswände. Die Höhe der Felswände ist gigantisch, die Schlucht bis auf einige wenige Stellen wundervoll grün.

Der Ausgang der Schlucht ist mit einem riesigen Felsbrocken blockiert. Der beste Weg führt ganz rechts daran vorbei, einfach den Stein (ca. 2m hoch) runterrutschen, jeder andere Versuch wäre lebensgefährlich, da der Wanderweg links um den Stein wahrscheinlich in diesem Winter den Schneemassen zum Opfer fiel. Bis zum Ausgang der Schlucht sind es von hier noch knappe 15 Min. Bis Sougia durch das Flussbett dann noch 6 km.

In der Taverne am Schluchtausgang kann man sich ein Taxi bestellen. Die Schlucht ist bei weitem nicht so einfach, wie sie dargestellt wird. Wir lernten etwas ältere, erfahrene Wanderer kennen, die froh waren, das sie die Schlucht ohne grössere Verletzungen durch rutschendes Geröll und klettern überstanden hatten.

Für Kinder und ältere Menschen ist diese Wanderung nach unserer Meinung nicht geeignet, da der Weg an den meisten Stellen einfach unter den Füssen wegrutscht und keine Chance besteht sich im Fallen noch irgendwo festzuhalten. Die nächste Möglichkeit dazu liegt meist ein paar Meter tiefer.

In Sougia haben wir noch ein erfrischendes Bad am FKK genommen und sind dann zurück ins Hotel gefahren.

Wanderweg durch die Agia Irini Weg durch die Schlucht abgerutschter Fels
Übersicht Sommer 2003 nächster Tag