Eigentlich wollten wir uns kurz vor Koutsouras die Schmetterlingschlucht ansehen. Die ersten Probleme hatten wir mit den Beschreibungen in diversen Büchern. Die stimmten nicht ganz. Nach ein bischen suchen fanden wir kurz vor Koutsouras den „Commercial Nationalpark“. Dort kann man über den Parkplatz weiter fahren und am Ende der Piste ist dann der Eingang der Schlucht. Das Wetter schlägt um. Die Temperatur geht auf über 40 Grad und es ziehen Wolken auf. Die bringen zwar keinen Regen aber eine Luftfeuchtigkeit, die einem im stehen schwitzen lässt und den Kreislauf durcheinander bringt. Wir folgten links am Felsen den gelben Pfeilen. Als der Einstieg beschwerlicher wird und die Kletterpartien anfangen, geben wir auf und drehen um. Wir wissen jetzt wo der Eingang ist und können im nächsten Jahr wieder kommen. In Ferma gibt es einen sehr schönen, breiten Sandstrand und kaltes, klares Wasser. Den haben wir der Wanderung vorgezogen. Am späten Nachmittag machten wir noch einen Stadtbummel durch Ireapetra.
Da wir nicht den selben Weg zurück nehmen wollten, fuhren wir über Bramiani, Kalamafka und Prina nach Istro. Die Abzweigung in Ireapetra zu finden ist schon abenteuerlich und das erste Stück des Weges geht zwar gepflastert, aber schlimmer als eine Schotterpiste durch die Gewächshaussiedlungen. Erst kurz hinter dem künstlich angelegten Stausee wird die Strasse besser. Kalamafka und die Umgebung sind zauberhaft. In Kalmafka gibt es eine kleine Kirche auf einem Felsplateau mit einem wahrscheinlich umwerfenden Blick über die Berge zu beiden Meerseiten. Uns haben die vielen hundert Treppen bis rauf abgeschreckt. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
Kurz hinter dem Dorf gibt es einen zusätzlichen Panoramablick für die Faulen, von dem man beide Küsten (Nord und Süd) sehen kann.
In Istro aßen wir in „Benny´s Taverne“ zu Abend. Wir hätten es besser wissen müssen, als wir erfuhren, das die Inhaber Holländer sind. Trotz der vollmundigen Versprechen als Werbung in der Taverne und in der Karte konnte das Essen in keinster Weise überzeugen. Es war weder frisch und geschmackvoll, dafür jedoch recht teuer.
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