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Wir fahren den langen Weg über die Berge nach Argiroupoli. Dort angekommen holen wir uns im "Lappa- Laden" ein paar Cremes und einen neuen Plan von den Sehenswürdigkeiten des Dorfes. Das Mosaik ist mittlerweile völlig ausgegraben und restauriert. Die Farben waren scheinbar nicht mehr richtig herzustellen, es liegt immer noch ein heller Schleier über den Steinen. |
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| Wir fahren weiter zu den Wasserfällen, setzen uns in eine Taverne und geniessen einfach das satte, überschwengliche Grün der Umgebung und die Wasserfluten der Jahreszeit.
Unser spätes Mittagessen nehmen wir nach einem Einkauf bei Braoudakis in Georgioupoli bei "Nostos" ein. Wir bekommen eine Einladung der Familie beim abendlichen Familien-Osterfest teilzunehmen. Das heisst für uns: zurück nach Plakias, die warmen Klamotten holen und noch ein paar kleine Geschenke für die Kinder einkaufen.
Wir finden uns gegen 23.30 Uhr vor der Kirche in Georgioupoli ein. Dort wartet schon ein riesiges Menschenmeer mit Kerzen. Die Kreter sind alle in Sonntagskleidung, die kleinen Mädchen und Jungen fein rausgeputzt. Sie tragen Kerzen mit Püppchen, Plüschtieren oder Aktionfiguren. Die Kleinsten haben natürlich auch die grössten Kerzen. Alle stellen sich in einer mehr oder weniger geordneten Reihe vor dem Kircheneingang auf. Punkt 0.00 Uhr bringt der Pope unter Glockenklang und Gebet mit seiner Kerze das ewige Licht aus der Kirche und gibt es an den Ersten vor der Kirche weiter. Das Kerzenlicht wird auf diese Art von Einem zum Anderen weitergegeben. Wer seine Kerze entzündet hat, geht damit zum Festplatz, wo kurze Zeit später ein Feuerwerk stattfindet und trägt dann sein ewiges Licht nach Hause.
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Das Feuerwerk sollte man sich nicht so vorstellen, wie das Silvesterfeuerwerk in unseren Städten. Die Kreter legen weniger Wert auf schöne, hohe Raketen, eher auf viel Krach. So werden z.B. volle Gaskartuschen und ähnliche explosive Gemische in ein Lagerfeuer geworfen. In anderen Gegenden hört man nur noch das Prasseln der Schrotkugeln, die vom Himmel fallen.
Nach dem Feuerwerk gab es dann ein familiäres Nachtmahl. Das traditionelle Gericht besteht natürlich aus gegrilltem Lamm und den zusammengerollten, gegrillten und in Spinatsosse angemachten Innereien der Lämmer. Letzteres ist zugegeben ein bisschen gewöhnungsbedürftig, schmeckt aber ganz gut. Zum Essen gibt es natürlich den besten Hauswein, hausgebrannten Raki, Ouzo und viele Früchte. Da der hauseigene Alkohol doch etwas schneller wirkt, hielten wir nur bis ca. 2.30 Uhr durch und schlichen dann in unser Hotelbett.
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