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Aradena

In einem Reiseführer im Haus hatten wir etwas von einer Eisenbrücke über eine tiefe Schlucht, hinter Chora Sfakion in den Bergen, gelesen. Dies wollten wir uns natürlich, da wir ja in der Nähe waren, nicht entgehen lassen. Da die Fahrt bis Chora Sfakion schon ca. 2 Stunden dauerte, machten wir uns zeitig auf den Weg. Trotzdem zog sich der Weg, der in der Ortsmitte von Chora Sfakion Richtung Anopoli ausgeschildert ist, elend lange hin. Der Grund ist die enge Serpentinenstrasse, die sich permanent den Berg hoch windet. Entschädigt wird man dafür mit einem phantastischen Blick, sowohl auf Chora Sfakion, als auch auf die gesamte Südküste entlang Richtung Osten. Bei klarem Wetter kann man sehr sehr weit die Küste entlang blicken und kann die bizarre Felslandschaft bewundern. Als erstes erreicht man Anopoli, eine langgezogene Siedlung auf einem Hochplateau am Fuße des Pachnes-Massives.

Pachnes-Massiv wolkenverhangen

Über einen Wanderpfad kann man von hier ebenfalls das direkt am Meer gelegene Loutro erreichen. Weiter hinter dem Dorf, ca. 2 km, geht die Strasse nach Aradena weiter. Nach ungefähr 10 Minuten Fahrt sieht man schon die imposante Eisenbrücke über der Schlucht liegen. Nicht das dieser Anblick schon atemberaubend ist, kommt doch gleich der nächste Herzklopfer, die Brücke ist nur mit Holzbohlen belegt.

Eisenbruecke ueber die Aradena-Schlucht Bruecke mit Holzbohlen belegt Blick in die Aradena-Schlucht

Aber nichts passiert, die Bohlen klappern zwar fürchterlich bei der Überfahrt- aber sie haben gehalten. Ein klein wenig Mut ist für die Überfahrt und auch für die Begehung der Brücke doch gefragt, schließlich sind mehrere hundert Meter Tiefe unter einem. Dafür entschädigt der Blick beidseitig in die Schlucht hinein, die man auch begehen kann. Der Abstieg ist ausgeschildert und recht komfortabel. In der Schlucht ist es sehr trocken, also Wasser nicht vergessen, kann man aber auch an dem kleinen Imbiß an der Brücke noch käuflich erwerben. Man sollte auf jedenfall eine Tagestour für Fahrtweg und Durchwandern der Schlucht einplanen, uns reichte die Zeit dafür leider nicht mehr aus.

Auf dem Rückweg konnten wir auf den Höfen der Dorfbewohner vielerorts das Schlachten der Lämmer für Ostern beobachten. Die Felle werden dann zum Trocknen sichtbar an den Zäunen aufgehängt. Lamm ist für die Osternacht die erste Mahlzeit mit Fleisch nach der Fastenzeit.

Lammfell

Paraglider Verkehrsschild von Schrot durchlöchert
Paragliden versucht man an der Küste zu betreiben, leider vergebens, der Wind ist unberechenbar. Und auch hier ist das Gewehr ein sichtbarer Begleiter.

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